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Afghanistan

Die Rückkehr der Taliban und ihre Pläne für ein „Emirat“

Sie sind zurück: Taliban bei einer Patrouille in der afghanischen Provinzhauptstadt Farah am Dienstag.
Sie sind zurück: Taliban bei einer Patrouille in der afghanischen Provinzhauptstadt Farah am Dienstag.Mohammad Asif Khan/AP/picturedesk
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In kaum für möglich gehaltener Geschwindigkeit greifen die Islamisten in Afghanistan nach der Macht, die sie vor 20 Jahren abgeben mussten. Die afghanische Bevölkerung macht sich bereit, erneut von religiösen Extremisten beherrscht zu werden, die einen fundamentalistischen Gottesstaat errichten wollen.

Als die Taliban das erste Mal nach Kabul kamen, war Ahmad Jawed noch ein Kind. Er kann sich noch an den Morgen nach der Eroberung erinnern, an dem die Kämpfer auf einmal in der Dämmerung mit ihren Gewehren in den Straßen standen. Damals war Jawed gerade einmal fünf Jahre alt.

Nun könnte sich die Geschichte wiederholen. „Womöglich wird es wie beim letzten Mal sein. Da nahmen sie Kabul über Nacht ein“, erzählt Jawed der „Presse am Sonntag“ aus der afghanischen Hauptstadt. Er ist nun 30 Jahre alt, hat in etwa fünf Jahre unter den Taliban gelebt und 20 mit den Nato-Truppen sowie den afghanischen Regierungen, die von ihnen gestützt wurden.

Nun stellt er sich darauf ein, dass die Schatten seiner Kindheit wiederkehren. Als islamistische Kämpfer auf Motorrädern durch die Straßen der afghanischen Hauptstadt fuhren. „Die vergangenen Tage haben deutlich gemacht, dass die Taliban bald hier sein werden“, sagt Ahmad Jawed.

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