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Analyse

Afghanistan: Die Machtoptionen der Taliban

Die neuen Herren von Kabul. Taliban-Kämpfer patrouillieren in ihrem Pick-up durch die afghanische Hauptstadt.
Die neuen Herren von Kabul. Taliban-Kämpfer patrouillieren in ihrem Pick-up durch die afghanische Hauptstadt.APA/AFP/HOSHANG HASHIMI
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In Kabul gibt sich die Führung der Extremisten überraschend moderat. Doch wie lange bleibt das so? Drei Szenarien für Afghanistans Zukunft.

Die Bilder, die die Zuschauer des afghanischen Nachrichtensenders ToloNews am Dienstag geboten bekamen, waren mehr als ungewöhnlich: Ein Vertreter der Taliban erschien im Studio, um interviewt zu werden – und zwar von einer Frau. Und Anchorwoman Beheshta Arghand konfrontierte Mawlawi Abdulhaq Hemad vom Medienteam der Taliban mit durchaus unangenehmen Themen – wie etwa den ersten Hausdurchsuchungen in der afghanischen Hauptstadt. Die neuen Herren Kabuls wissen um die Macht der Bilder.

Was auf ToloNews zu sehen war, passt nicht zum Image fanatischer Taliban, die die Afghaninnen unterdrücken und aus dem öffentlichen Leben verbannen wollen, so wie während der Terrorherrschaft der 1990er-Jahre. Die Taliban versuchen offenbar, die Bürger Kabuls zu beruhigen; und wohl auch die internationale Gemeinschaft. Auch bei der ersten Pressekonferenz der Taliban in Kabul wurden sanfte Töne angeschlagen: Generalamnestie für Beamte, Frauen sollen studieren dürfen. Doch welchen Weg werden die Taliban einschlagen?

Einheitsregierung

Die Nachrichten, die derzeit aus Kabul dringen, sind widersprüchlich. Mehrere Quellen sprechen davon, dass Taliban-Kämpfer anhand von Namenslisten Häuser durchsuchen. Sie fahnden etwa nach Ex-Regierungsmitarbeitern oder nach Aktivistinnen.

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