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Austria 21

Die Österreicher des Jahres 2021 stehen fest

In der Kategorie Erfolg international wurde die Mathematikerin und Rad-Olympiasiegerin von Tokio, Anna Kiesenhofer, geehrt.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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In sieben Kategorien wurden am Mittwochabend in Wien Menschen ausgezeichnet, die in ihrem Bereich Herausragendes leisten.

Sie leiten Unternehmen, innovieren, digitalisieren, unterstützen im Kampf gegen die Pandemie, engagieren sich gegen den Hunger, befassen sich mit neuartigen Ernährungsformen, wenden sich gegen den Klimawandel, sind künstlerisch tätig und gewinnen Goldmedaillen, obwohl Sport gar nicht ihr Hauptberuf ist.

So unterschiedlich ihre Betätigungsfelder sind, so ähnlich sind sie einander in ihrer Kreativität, ihrem Mut, ihrer Selbstlosigkeit und ihrem Geschick. Deswegen wurden sie vor den Vorhang geholt und Mittwochabend bei der Austria-21-Gala in den Wiener Sofiensälen in sieben Kategorien als Österreicherinnen und Österreicher des Jahres 2021 ausgezeichnet.

Denn zum 18. Mal kürte „Die Presse“ Menschen, die Herausragendes geleistet haben – und namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Start-up-Szene, Sport, Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft folgten der gemeinsamen Einladung von „Presse“-CEO Herwig Langanger und des „Presse“-Herausgebers und -Chefredakteurs Rainer Nowak.

Als Gäste erwartet wurden seitens der Bundesregierung Vizekanzler Werner Kogler sowie der neue Außenminister, Michael Linhart. Zu Gast waren zudem der Wiener Wirtschafts- und Finanzstadtrat, Peter Hanke, die Vorsitzende der Neos, Beate Meinl-Reisinger, Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer, Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Lotterien, die FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner und Henrietta Egerth-Stadlhuber, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und sein Nachfolger, Roland Weißmann, Verbund-Vorstandsvorsitzender Michael Strugl, Bundestheater-Geschäftsführer Christian Kircher, KSV-1870-Chef Ricardo-José Vybiral, VIG-Vorstand Peter Thirring, die Generaldirektorin der Donau-Versicherung, Judit Havasi, Öbag-Aufsichtsratschef Helmut Kern, Post-Vorstand Peter Umundum, Google-Country-Managerin Christine Antlanger-Winter und PwC-Geschäftsführer Peter Perktold.

"Presse"-Geschäftsführer Herwig Langanger (li), Chefredakteur Rainer Nowak (re) mit Vizekanzler Werner Kogler.
"Presse"-Geschäftsführer Herwig Langanger (li.) und Chefredakteur Rainer Nowak (re.) mit Vizekanzler Werner Kogler.Die Presse/Clemens Fabry

Zu den Gratulanten zählten auch der Styria-Vorstandsvorsitzende, Markus Mair, und der Vorsitzende des Styria-Aufsichtsrats, Friedrich Santner.

Ermittelt wurden die Österreicherinnen und Österreicher des Jahres auch heuer wieder in einem zweistufigen Verfahren: „Die Presse“-Leser und User der „Presse“-Website wählten aus den jeweils fünf Nominierten mit ihren Stimmen die je drei Finalisten pro Kategorie. Unter den drei Bestgereihten kürte schließlich eine Fachjury die Siegerinnen und Sieger.

Die Austria für Olympiagold

In der Kategorie Erfolg international wurde die Mathematikerin und Rad-Olympiasiegerin von Tokio, Anna Kiesenhofer, ausgezeichnet. Die 30-jährige gebürtige Weinviertlerin, die seit einigen Jahren in Lausanne ihre neue Heimat gefunden hat und an der dortigen École Polytechnique Fédérale arbeitet, hat bei den Olympischen Spielen in Japan durchaus überraschend das Straßenrennen über 137 Kilometer gewonnen. Zunächst war Österreichs Sportlerin des Jahres – diese Auszeichnung bekam sie vergangene Woche im Wiener Konzerthaus verliehen – mit einer Fluchtgruppe dem Feld davongefahren, die letzten 41 Kilometer fuhr sie allein dem Ziel entgegen.

(c) Die Presse/ Clemens Fabry

In der Kategorie Unternehmen mit Verantwortung fiel die Entscheidung auf Ulla Wannemacher und Andreas Wilfinger. Sie produzieren seit 25 Jahren vegane, mikroplastikfreie und natürliche Frischekosmetikprodukte. Im Laufe der Jahre ergänzten sie ihr Sortiment um Nahrungsergänzungsmittel und Getränke. Beim Sonderpreis Digitalisierung überzeugten Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer von Bitpanda. Das Unternehmen wurde kürzlich zum „Einhorn“, also schon vor dem Börsengang mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet. Den Sonderpreis Innovation sicherte sich Paul Schmitzberger, dessen Blue Planet Ecosystems vollautomatische aquatische Ökosysteme zur Fischzucht entwickelt.

Ausgezeichnet in der Kategorie Klimainitiative wurde Katharina Rogenhofer. Sie hat die Fridays-for-Future-Bewegung in Österreich mitbegründet und ist Initiatorin und Sprecherin des Klimavolksbegehrens. In der Kategorie Start-ups setzte sich Cornelia Habacher durch. Unter der Marke Rebel Meat bringt sie die Kombination aus Bio-Rindfleisch und -Kräuterseitlingen auf den Markt.

Für seine Vorhersagen und Simulationen speziell rund um das Pandemiegeschehen wurde der Simulationsforscher Niki Popper von der TU Wien in der Kategorie Forschung mit der Austria ausgezeichnet. In der Kategorie Kulturerbe gewann Burgtheater-Schauspielerin Mavie Hörbiger, die heuer bei den Salzburger Festspielen im „Jedermann“ als erste Frau die Rollen von Gott und Teufel übernommen hatte.

Hörbigers Rede im Wortlaut lesen und hören Sie hier.

Beim humanitären Engagement setzte sich die Wiener Allgemeinmedizinerin Christine Wallner durch. Sie gründete das Hilfsprojekt Africa Amini Alama, das sich vor allem für Kinder in Tansania einsetzt. Sie baute eine Krankenstation, ein Waisenhaus und eine Schule. Diese Kategorie ist die einzige, bei der nur die Leser und User über die Gewinnerin oder den Gewinner entscheiden, und auch die einzige mit einer Dotierung. Die Ränge eins bis drei erhalten jeweils 10.000 Euro. Auf den Plätzen (ohne Reihung) landeten Judith Hartweger, Leiterin der Gruft, und Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin der Autonomen Frauenhäuser Österreich. Zur Verfügung gestellt wird das Preisgeld von sämtlichen Partnern der Austria 21. Mit an Bord waren das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die Österreichischen Lotterien, der ORF, die Wirtschaftskammer Österreich, und der Verbund.

Die Höhepunkte der Gala, die von „Zeit im Bild“-Moderatorin Margit Laufer begleitet wurde, sendet der ORF am Nationalfeiertag um 23.30 Uhr auf ORF 2.

DIE GEWINNER

Erfolg international: Anna Kiesenhofer (Rad-Olympiasiegerin 2021 und Mathematikerin).

Unternehmen mit Verantwortung: Ulla Wannemacher und Andreas Wilfinger (Ringana).

Start-ups: Cornelia Habacher (Rebelmeat.com).

Forschung: Niki Popper (Simulationsexperte).

Kulturerbe: Mavie Hörbiger (Schauspielerin).

Klimainitiative: Katharina Rogenhofer (Klimaaktivistin und Autorin)

Humanitäres Engagement: Christine Wallner (Africa Amini Alama); ebenfalls unter den Top drei: Judith Hartweger (Die Gruft), Maria Rösslhumer (Autonome Frauenhäuser Österreich).

 

Digitalisierung (Subkategorie): Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer (Bitpanda).

Innovation (Subkategorie): Paul Schmitzberger (Blue Planet Ecosystems).

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