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Jobwechsel

Kurz wird "Global Strategist" bei Trump-Unterstützer

Sebastian Kurz
Sebastian KurzAPA/AFP/JOE KLAMAR
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Der frühere Kanzler und ehemalige ÖVP-Chef wagt einen beruflichen Neuanfang bei dem Republikaner und Unterstützer von Ex-US-Präsident Donald Trump, Peter Thiel.

Es hat nicht lange gedauert: Am 2. Dezember - wenige Tage nachdem er Vater wurde - gab der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz seinen Rücktritt als ÖVP-Obmann bekannt. Knapp drei Wochen später macht er erneut Schlagzeilen: Er werde einen neuen Job annehmen und künftig zwischen den USA und Europa pendeln, hieß es in der Vorwoche. „Presse"-Recherchen deuteten einen beruflichen Neuanfang bei Peter Thiel an. Heute, Donnerstag, bestätigte Kurz diese Informationen der „Kronen Zeitung“ und gegenüber „Heute“.

Kurz wird folglich im ersten Quartal 2022 bei Thiel, einem der Gründer der Datenanalysefirma Palantir Technologies, beginnen. Konkret soll er einen Posten als „Global Strategist“ bei Thiel Capital bekommen. Die Firma hat ihren Sitz in Kalifornien und ist eine von mehreren geschäftlichen Initiativen von Thiel. Der Milliardär investiert hauptsächlich in Technologieunternehmen, steckt sein Geld aber auch in den (legalen) Cannabismarkt und will etwa im Rahmen des „Seasteading"-Projekts schwimmende Städte errichten.

Möglich ist der „Kronen Zeitung“ zufolge, dass Kurz parallel dazu auch in Europa tätig werden könnte, etwa in Form von Aufsichtsratsposten oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Bestätigt ist das bisweilen allerdings noch nicht.

Aufsehen in den USA

Fest steht: Der Investor Peter Thiel wurde in Deutschland geboren und gilt als Unterstützer des früheren US-Präsidenten Donald Trump. 2016 fungierte er bei der republikanischen Convention als Delegierter für ihn - und sorgte als erster offen homosexueller Redner auf der Bühne der Kandidatenkür im neuen Jahrtausend für Aufsehen. Gerüchten zufolge soll er größere Geldsummen an extrem rechte Kandidaten der Republikaner gespendet haben. Jedenfalls machte sich Thiel als Investor bei dem sozialen Netzwerk Facebook und als Mitgründer des Bezahldienstes PayPal einen Namen.

Fest steht außerdem: Thiel und Kurz kennen einander schon länger. Bereits 2017 veröffentlichte Kurz ein Foto von sich und Thiel von der Münchner Sicherheitskonferenz auf Twitter. Er bedankte sich damals dafür, den Milliardär kennengelernt zu haben.

Anfang des Jahres wurde dem Unternehmer der Frank-Schirrmacher-Preis verliehen - für die entsprechende Laudatio wünschte er sich den Ex-Kanzler als Redner.

>>> Bericht der „Kronen Zeitung“ 

>>> Bericht von „Heute“ 

(Red.)