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Der Mediator

Wie viele Plätze sind noch frei in der EU?

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron umarmt in Kiew den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij(c) APA/AFP/POOL (LUDOVIC MARIN)
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Der Angriffskrieg der Russen hat offenbar die Kandidatur der Ukraine für die Europäische Union beschleunigt. Und nicht nur ihre. Die möglichen Auswirkungen auf den Kontinent ließen diese Woche auch seriöse Blätter wild spekulieren.

Was haben Montenegro, Serbien und die Türkei, Albanien und Nordmazedonien, Moldau und die Ukraine gemeinsam? Sie alle befinden sich in Vorzimmern der EU, allerdings mit recht unterschiedlichen Perspektiven, ganz in dieses exklusive Haus in Europa eingelassen zu werden. Mit den ersten drei Staaten haben die Beitrittsgespräche längst begonnen, mit den nächsten zwei sollen sie bald starten, für die letzten beiden hat die Kommission den Status eines Kandidaten empfohlen. Das ist vor allem im Falle der Ukraine eine derzeit recht sensible Sache. Wenn also die Regierungschefs der großen EU-Länder, aus Frankreich, Deutschland, Italien sowie Rumänien, zum Staatspräsidenten nach Kiew fahren und dort bekräftigen, dass dieser Vorschlag ernst gemeint sei, hat das mitten in Moskaus Vernichtungskrieg wenigstens symbolisch hohen Wert.

Überlebenskampf. Was sagen diverse Blätter des Kontinents zu der doch etwas überraschenden Ankündigung? Was meint man in der neutralen Schweiz? „Die EU und die Ukraine müssen sich beide ändern, damit der Beitritt gelingt“, titelt die „Neue Zürcher Zeitung“ über einem Kommentar. Realpolitisch habe die Gemeinschaft allen Grund, dem Land diese Perspektive zu geben. „Damit sie auch erfolgreich ist, braucht es aber neue Formen der Mitgliedschaft.“ Dringender würde die Ukraine derzeit in ihrem Überlebenskampf Waffen brauchen, „schwere Waffen“.