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Runder Tisch zu 100 Tage Türkis-Blau: "Wir haben uns bemüht, Frauen einzuladen"

Runder Tisch im ORF
Runder Tisch: Überraschend war vor allem die Kürze der TV-Sendung.
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TV-NotizRegierungs- und Oppositionsvertreter, manche bekannter als andere, diskutierten im ORF über den Start der neuen Regierung. Moderator Hans Bürger entschuldigte sich für die rein männliche Runde.

Das lineare Fernsehen mag an Stellenwert verloren haben, bei (politischen) TV-Diskussionen fiebert die Twitteria jedoch stets mit. Das war auch am späten Mittwochabend bei einem "Runden Tisch"-Spezial im ORF der Fall. Anlass für die um 22.30 Uhr angesetzte Polit-Runde waren die 100 Tage der türkis-blauen Regierung. Kleiner Spoiler vorweg: Ein Zugriffshit in der ORF TV-Thek wird dieser "Runde Tisch" nicht. Regierungs- und Oppositionsvertreter (allesamt Klubobmänner bzw. -Stellvertreter), manche bekannter als andere, waren geladen: Der stv. Klubobmann der ÖVP, Peter Haubner, vertrat gemeinsam mit Johann Gudenus (FPÖ) die Regierung. Die Opposition bildeten Andreas Schieder (SPÖ), Nikolaus Scherak (Neos) und Wolfgang Zinggl (Liste Pilz).

"Des wiss' ma scho"

Ein paar leichte Versprecher von ORF-Moderator Hans Bürger zu Beginn sorgten für kollektives Schmunzeln, auch seine Replik auf die Frage an die Regierungsvertreter, was in den ersten 100 Tagen nicht gut gelungen ist: "Uns ist in den ersten 100 Tagen viel gelungen" - Bürger intervenierte launisch: "Des wiss’ ma scho". Wie überhaupt der ORF-Moderator zu den Aktivposten der Diskussion gehörte. So streute er mittendrin ein: "Wir haben uns bemüht, Frauen einzuladen". Die Parteien haben aber Männer geschickt. Das tue ihm leid, so Bürger.

In der Diskussion wurden die aktuellen Themen-Charts AMS, Burschenschafter, BVT-Affäre, Giftaffäre/Russland und natürlich die Rauchverbots-Debatte kurz abgeklopft. Die Politiker der ÖVP und FPÖ feierten die bisherigen Errungenschaften der Regierung, die Opposition warf ihnen hingegen Mutlosigkeit vor. Wer eine Bullshit-Bingo-Vorlage (Brückenbauer, rot-grünes Wien, Neoliberal, et cetera) aus dem vergangenen Wahlkampf vorbereitet hatte, kam auf seine Kosten.

Viel Erwartbares, wenig Erhellendes

Kurz-Fazit: Viel Erwartbares und wenig Erhellendes. Überraschend war hingegen die Kürze der TV-Sendung. Nach 30 Minuten beendete Hans Bürger die nicht gerade energiegeladene Diskussion. Für Teile der Twitteria ein Segen, sie konnte damit zu "Pro und Contra" auf Puls4 umschalten. Thema: "Energetik, Esoterik, Glaube". Wie gut, dass es das lineare Fernsehen gibt ...

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