• Eine gelungene erfundene Tradition: Alberto Grandi im Delikatessengeschäft.
    Offen gefragt

    Historiker Alberto Grandi: „Der Parmesan stammt aus Wisconsin“

    Kaum ein Wissenschaftler sorgte zuletzt in Italien für so viel Aufruhr wie Historiker Alberto Grandi. Über Pizza, Pasta, Panettone, italienische Omas und andere Mythen der italienischen Küche. Und warum man Cappuccino sehr wohl nach dem Mittagessen trinken darf.
  • Generalstabschef Rudolf Striedinger: „Meine Frau kann ich nicht herumkommandieren.“
    Offen gefragt

    Generalstabschef Striedinger: „Mein Bub hat Zivildienst gemacht“

    Rudolf Striedinger ist ranghöchster Offizier des Österreichischen Bundesheeres. Auch sein Vater war Offizier, drängte ihn aber nicht zu einer militärischen Laufbahn. „Ich hätte alles machen dürfen“, sagt Striedinger, „nur nicht Zivildienst“.
  • Soziologe Kenan Güngör: „Gibt es Gott? Die Frage habe ich mir schon mit acht Jahren gestellt.“
    Interview

    Kenan Güngör: „Ich war immer schon der Freigeist in der Familie“

    „Ich habe ein Problem, wenn Menschen ihre Biografie hier nur als Diskriminierung erzählen“, sagt der Integrationsexperte Kenan Güngör. Er zog mit sechs Jahren von einem kurdischen Bergdorf nach Köln und lernte zuerst Türkisch, dann Deutsch.
  • Simon Messner: „Klettern ist egoistisch, aber ganz darauf verzichten kann ich nicht.“
    Interview

    Extremkletterer Simon Messner: „Mit meinem Vater will ich nicht tauschen“

    Er solle erst gar nicht zu klettern beginnen, er könne es ohnehin nicht, hat sein Vater zu ihm gesagt. Doch Simon Messner ließ sich von Reinhold Messner nicht abhalten. Klettern gehört längst zu seinem Leben – und die Todesangst in der Felswand auch.
  • Elfie Semotan: „Ich wollte nie, den ganzen Tag bei meinen Kindern sein.“
    Letzte Fragen

    Fotografin Elfie Semotan: „Warum soll man freundlich sein, nur weil man älter ist?“

    Geduldig ließ sich Elfie Semotan vor dem Gespräch mit der „Presse am Sonntag“ fotografieren. Dabei mag es die Fotografin nicht, vor der Kamera zu posen. Noch etwas hasst sie: Wenn ältere Frauen auf Fotos immer freundlich dreinschauen sollen.
  • Bernhard Schlink: „Ich wollte immer etwas Nützliches machen. Das will ich heute noch.“
    Letzte Fragen

    Bernhard Schlink: »Etwas fehlte in meinem Leben«

    Sein Buch »Der Vorleser« hat Bernhard Schlink berühmt gemacht. Dass er mit dem Schreiben Geld verdient, ist für den Juristen immer noch ein Wunder. Sorge macht ihm, dass das Zeitalter der Demokratie bald zu einem Ende kommen könnte.
  • Georg Nigl: „Zwei-re-si – das hätte man mir nicht zu sagen brauchen. Ich war ohnehin so folgsam.“
    Interview

    Bariton Georg Nigl: „Ganz vorn in der Mitte, hab ich gesagt“

    Als Wiener Sängerknabe war Georg Nigl ein allzu braver Bub. Nach einer Rede von Franz Vranitzky 1988 begann er jedoch, sich und anderen unbequeme Fragen zu stellen. Damit hat er nicht mehr aufgehört.
  • Kat Rohrer: „Das Schöne ist, es gibt eine sehr enge LGBTQ+-Community und die fängt einen auf.“
    Interview

    Kat Rohrer: „Es lohnt sich zu sein, wer man ist“

    Eine queer-lesbische Liebesgeschichte wollte die Drehbuchautorin und Regisseurin Kat Rohrer erzählen. In ihrem Film „What a feeling“ ringen zwei Frauen in der Mitte ihres Lebens darum, zu ihren Gefühlen zu stehen. „Es ist nie leicht, sich zu outen, egal ob man es mit 20, 30 oder 50 tut“, sagt die Künstlerin. Ihr ist allerdings schon lange „komplett egal“, was andere über sie denken.
  • Norbert Trawöger: „Manchmal ist es gar nicht schlecht, unterschätzt zu werden.“
    Interview

    Musiker Norbert Trawöger: „Nicht jeder ist so wahnsinnig wie ich“

    Der Musiker Norbert Trawöger war acht Jahre alt, als Anton Bruckner sein Leben veränderte. Seitdem begleitet ihn der oberösterreichische Komponist auf Schritt und Tritt. Staunen hat der Leiter der Kunstexpo Anton Bruckner 2024 nie verlernt. Dass ihn manche für einen Hofnarren halten, stört ihn nicht. Nur provinzielle „Mir san mir“-Mentalität findet er unerträglich.
  • Für die Übersetzung von Murakamis jüngstem Roman hatte Ursula Gräfe nur wenige Monate Zeit.
    Interview

    Übersetzerin Ursula Gräfe: „Fragen schätzt Murakami nicht besonders“

    Ursula Gräfe übersetzt die Werke des Bestsellerautors Haruki Murakami und vieler anderer japanischer Schriftsteller ins Deutsche. Oft unter großem Zeitdruck, wie zuletzt bei Murakamis jüngstem Buch „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“. Ob es fürs Übersetzen wichtig ist, den Autor gut zu kennen, und welche Ängste sie plagen, sagt sie in folgendem Gespräch.
  • Nun kann Elīna Garanča wieder High Heels tragen. Sneakers zu einem Ballkleid sind für sie ein No-Go.
    Interview

    Opernsängerin Elīna Garanča: „Angst, schlechte Laune – alles gehört dazu“

    „Eine Karriere braucht eine Strategie“, sagt Elīna Garanča. Zielstrebig und diszipliniert zu sein und bereit, Opfer zu bringen, war für sie schon mit 17 Jahren selbstverständlich. Von ihren beiden Töchtern erwartet die berühmte Opernsängerin das Gleiche, egal, wofür sie sich beruflich entscheiden. Von einem Gap Year nach der Schule zur Selbstfindung hält die Künstlerin nichts.
  • Schonungslos ist die Autorin Connie Palmen in ihren Büchern sich selbst und anderen gegenüber.
    Interview

    Connie Palmen: „Jeder Schriftsteller ist ein Judas“

    Einsam war Connie Palmen schon als Kind. Diese Einsamkeit hat sie anzunehmen gelernt. Nicht nur das, sie sei zu ihrem Freund, zu ihrem Glück geworden, sagt die niederländische Schriftstellerin. Ihren Dämonen schaut sie freudvoll ins Auge, und Verrat erlebt sie als etwas Positives. Denn Wahrhaftigkeit geht ihr über alles.
  • Marc Elsberg: „Im Idealfall haben die Leser  ‚Aha‘-Erlebnisse so wie ich bei meiner Recherche.“
    Offen gefragt

    Marc Elsberg: „Verzichten? Niemand will das.“

    „Das Schöne an der Fiktion ist, dass man Menschen Szenarien erleben lassen kann fast so, als wären sie Realität“, sagt Marc Elsberg. Dass viele Leser auf „Blackout“ und andere seiner Bücher mit Panik reagieren, belastet den Autor nicht. Nicht begreifen kann er, warum Österreichs Politiker in Klimafragen beharrlich auf der Bremse stehen.
  • Matthias Beck: „Wenn man einmal an Gottes Angelhaken hängt, hat man keine Chance mehr.“ 
    Interview

    Matthias Beck: „Es kam aus heiterem Himmel“

    Eine Sekunde hat das Leben von Matthias Beck auf den Kopf gestellt. Bis der Naturwissenschaftler und Theologe den Wink Gottes zu deuten wusste, mussten jedoch 30 Jahre vergehen. Erst mit 51 Jahren ließ er sich zum Priester weihen, und seit einem Jahr ist er als Pfarrer im Einsatz. Ein Gespräch über Himmel und Hölle.
  • Die Kinderbuchautorin Cornelia Funke an ihren Schreibtisch in ihrem Haus in Volterra.
    Interview

    Kinderbuchautorin Funke: „Freundschaft ist für mich das kostbarste Wort auf Erden“

    „Nichts macht ängstlicher als ein Leben, das jeden Tag dasselbe ist“, sagt Cornelia Funke. Ihres ist geprägt von vielen gewollten und ungewollte Zäsuren. Warum die so erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes mit ihren Kindern in Kalifornien blieb und weshalb es gut ist, keine Frustrationstoleranz zu haben, sagte sie der „Presse am Sonntag“.
  • Herzchirurgin Dilek Gürsoy: „Ich leugne nicht, dass es Rassismus gibt. Nur ich habe ihn nie erlebt.“
    Interview

    Herzchirurgin Dilek Gürsoy: „Dauernd ,Rassismus!‘ zu schreien ist Gift“

    „Du musst etwas Besseres werden als wir“, hörte Dilek Gürsoy von ihren türkischen Eltern sehr oft. Das „Gastarbeiterkind“ wurde eine gefeierte Herzchirurgin und implantierte als erste Ärztin in Europa einem Menschen ein Kunstherz. Wie es dazu kam und warum sie trotzdem nie Chefärztin wurde, erzählt sie in folgendem Gespräch.
  • Die #MeToo-Bewegung ist erfolgreich, sagt Myriam Leroy. Aber sie hat auch die Antifeministen radikalisiert.
    Interview

    Myriam Leroy: „Frauen müssen doppelt Heldinnen sein“

    Eine russische Widerstandskämpferin im Brüssel des Zweiten Weltkriegs, die sich enthaupten ließ, um Geiseln zu retten, ihre jahrelange persönliche Erfahrung als Opfer sexistischen Cybermobbings: Die belgische Schriftstellerin Myriam Leroy hinterfragt in ihren Romanen, was Menschen dazu ermutigt, für andere den eigenen Kopf hinzuhalten und deren Verantwortung wahrzunehmen.
  • Der Geophysiker Heinz Bachmann verwaltet das Erbe seiner Schwester, der Lyrikerin Ingeborg Bachmann.
    Interview

    Heinz Bachmann: „Ingeborg hat immer besonders auf mich aufgepasst“

    Im Oktober jährt sich der Todestag der Lyrikerin Ingeborg Bachmann zum 50. Mal. Zu diesem Anlass erinnert sich ihr Bruder, Heinz Bachmann, an die gemeinsame Kindheit im bombardierten Klagenfurt, an Geldsorgen und (un)bekannte Liebschaften seiner um 13 Jahre älteren Schwester. Auch spricht er über ihr tragisches Sterben in Rom, ein fast adoptiertes Kind und Mordgerüchte.
  • Erika Pluhar: „Es gibt nichts mehr zu erträumen.“
    Interview

    Erika Pluhar: „Anna, bitte hol mich ins Nichts“

    Erika Pluhar wird in wenigen Tagen 85 Jahre alt. Und sie ist müde. Wenn ihr Menschen bewundernd sagen: „Sie hatten ein so reiches Leben“, antwortet die Künstlerin: „Ja, aber reich an allem.“ Seit dem Tod ihrer Tochter Anna ist ihre Lebensfreude erloschen, sagt sie. Das Niederschreiben hilft ihr, ihre Tage zu überstehen.
  • Samuel Finzi hofft, schon bald wieder in Österreich spielen zu können.
    Interview

    Samuel Finzi: „Das Grundübel war: Wir waren nicht frei“

    Der Schauspieler Samuel Finzi erzählt, warum die Bühne ein Ort der Freiheit und – vielleicht – die letzte Bastion gegen künstliche Intelligenz ist, über das Warten auf eine Einladung nach Österreich, warum er keine Nostalgie für den Kommunismus verspürt und über atheistisches Judentum.
  • Joachim Meyerhoff würde nie wagen, Wienerisch zu sprechen.
    Interview

    Joachim Meyerhoff: „Ich vermisse diese gewisse Festlichkeit“

    2019 hat Joachim Meyerhoff Wien verlassen, um an der Berliner Schaubühne zu spielen. »Ich habe unterschätzt, was es heißt, an einen anderen Ort zu ziehen«, sagt der Schauspieler. Mittlerweile fühlt er sich in Berlin schon wohl. Das Burgtheater fehlt ihm dennoch.
  • „Die ersten Seiten sind immer schrecklich“, sagt der italienische Bestseller-Autor Gianrico Carofiglio.
    Interview

    Italienischer Star-Autor Gianrico Carofiglio: „Wir lernten, miteinander zu reden“

    Gianrico Carofiglio ist einer der bekanntesten italienischen Schriftsteller, seine Krimis sind Bestseller. Der Ex-Staatsanwalt und frühere Senator erklärt, was seine Karrieren verbindet und warum er schreibt. Er spricht über starke Frauen, den Groll und gefährliche Träume von Vergangenem. Und verrät, worüber er mit seiner Tochter streitet – und wie er ihr über ein Buch nahekam.
  • Gregor Demblin: „Kann ich als Mann im Rollstuhl für eine Frau interessant sein? Das habe ich mich oft gefragt.“
    Interview

    Gregor Demblin: „Dem Leben bin ich dankbar“

    Ein Hechtsprung in eine Welle kostete Gregor Demblin seine Beweglichkeit. Seit seinem 18. Lebensjahr sitzt er im Rollstuhl. „Es war gut, dass ich den Unfall hatte, als ich relativ jung war“, sagt er. Seinen Glauben hat er verloren, seinen Lebensmut nicht. „Alles tun, was irgendwie möglich ist“, lautet die Devise des Unternehmensgründers und Vaters von vier Buben.
  • Melisa Erkurt: „Mein Vater wollte nicht, dass ich Bücher lese.“
    Interview

    Melisa Erkurt: „Auf mich kann ich mich verlassen“

    Während des Bosnien-Kriegs ist die Journalistin Melisa Erkurt mit ihrer Mutter nach Österreich geflüchtet. Wie es ist, als Migrantenkind aufzuwachsen und gegen den Willen des Vaters zu studieren, hat sie oft beschrieben. Seit 2021 leitet Erkurt das Onlinemedium Die Chefredaktion. Ein Gespräch über Mangel, Krisenmanagement und die Angst, etwas Falsches zu sagen.
  • Für Regisseurin Stephanie Mohr ist es eine Ehre, zeitgenössische Autoren zu inszenieren.
    Interview

    Theaterregisseurin Stephanie Mohr: „Nach der Premiere falle ich in ein Loch“

    Die Theaterregisseurin Stephanie Mohr fällt nach Premieren jedes Mal in ein tiefes Loch. Nicht nur die Kritiken machen ihr zu schaffen, auch setzt ihr das Gefühl zu, nicht mehr dabei zu sein, wo doch die Arbeit für die Schauspieler weitergeht. Darum sucht sie so schnell wie möglich das Weite und taucht in eine Welt ab, die mit dem Theater nichts zu tun hat.
  • Der Nino aus Wien trägt einen Katzenpulli: „Ich liebe Katzen. Sie machen mich glücklich.“
    Interview

    Der Nino aus Wien: „Früher war mir alles mehr wurscht“

    Seine Familie war nicht musikalisch, sagt der Nino aus Wien. Bis auf seinen Opa, der war Heurigenlied-Sänger, so heißt es. „Schad, dass ich ihn nie singen gehört habe“, sagt Nino. Sein neues Album „Endlich Wienerlieder“ hat er ihm dennoch gewidmet. Ein Gespräch über Selbstbewusstsein, „härtere Gigs“ und Inspirationen im Badezimmer.
  • Eva Mattes: „Marlene Dietrich war in vielem eine Vorreiterin, weil sie sich nichts gefallen ließ.“
    Interview

    Eva Mattes: „Ich bin keine Perfektionistin“

    Die Freiheit, die Eva Mattes früher mit Regisseuren wie Peter Zadek erlebt hat, gibt es heute nicht mehr, sagt sie. Figuren und Menschen wie Pippi Langstrumpf oder Marlene Dietrich faszinieren die Schauspielerin, weil sie machen, was ihnen gefällt. Eine Hommage an Dietrich gibt Mattes im Februar im Theater Akzent.
  • Interview

    Ursula Strauss: „Was für ein arges Gespräch!“

    Der plötzliche Tod eines lieben Freundes macht Ursula Strauss nicht nur unendlich traurig, sondern hat sie noch nachdenklicher gemacht. Offen spricht sie über das, worüber die meisten Frauen nicht einfach so reden würden. Über Kinderlosigkeit zum Beispiel und darüber, wie es ist, darauf immer wieder angesprochen zu werden.
  • Voodoo Jürgens in seinem Stammlokal, dem Café Weidinger.
    Interview

    Voodoo Jürgens: „Nicht jedem ist der Erfolg gegönnt“

    In dem Film „Rickerl“ spielt Voodoo Jürgens einen erfolglosen Musiker, der sich selbst im Weg steht. In vielem erinnert Rickerls Biografie an jene des österreichischen Liedermachers. Warum Jürgens seine Lehre bei der Hofzuckerbäckerei Demel abgebrochen hat und wie es ist, von der Hand in den Mund zu leben, sagte er der „Presse am Sonntag“.
  • Hanna Krall: „Mir kommt vor, dass ich die gesamte Zeit des Krieges acht Jahre alt war.“
    Offen gefragt

    Schriftstellerin Hanna Krall: „Wir haben die Shoah für nichts erlebt!“

    Die polnische Schriftstellerin Hanna Krall spricht mit der „Presse am Sonntag“ über das Warschauer Ghetto und darüber, wie sie als jüdisches Kind den Zweiten Weltkrieg überlebte, das graue Polen unter dem Kommunismus und über Putins Verbrechen an Ukrainern – und Russen.
  • Claus Peymann
    Offen gefragt

    Claus Peymann: „Die Tür steht schon offen . . .“

    „Was auch immer die Wiener in mir sehen: Ich bin es nicht“, sagt der frühere Burgtheaterdirektor und Regisseur Claus Peymann. Am Theater in der Josefstadt inszeniert er gerade „Warten auf Godot“ und fragt sich, ob es seine letzte Inszenierung wird. „Es wäre ein gutes Stück für den Abschied“, sagt er.
  • Yasmin Hafedh alias Yasmo: „Ich bin extrem stur in meinem Glauben an die Menschheit.“
    Offen gefragt

    Rapperin Yasmo: „Es muss doch nicht immer um Liebe gehen“

    Mit elf Jahren entschied sich Yasmin Hafedh, Künstlerin zu werden. Denn auf geregelte Arbeitszeiten hatte sie keine Lust. Heute füllt die Slam-Poetin und Rapperin als Yasmo die Konzertsäle. Mit ihren sozialkritischen Texten exponiere sie sich sehr, sagt die intersektionale Feministin. »Dafür bekomme ich wenig Hate. Eigentlich sollte ich mehr bekommen.«
  • Helene Maimann reagierte euphorisch als sie mit neun Jahren erfuhr, dass sie Jüdin ist.
    Offen Gefragt

    Helene Maimann: „Die Welt ist für mich nun eine andere“

    »Das Massaker war eine klare Botschaft der Hamas an alle Juden, nicht nur an die Israelis«, sagt Helene Maimann. »Sie lautet: ›Wir bringen euch um, einen nach dem anderen.‹ Das muss auch von den Menschen im Westen verstanden werden.« Die Historikerin findet es schier unglaublich, dass sich auch Juden und LGTBQ für Palestine stark machen.
  • Birgit Minichmayr: „Diesen Anspruch, meinen Kindern eine perfekte Mutter zu sein, kann ich nicht erfüllen.“
    Offen gefragt

    Birgit Minichmayr: „Dauernd zu urteilen ist befremdlich“

    „Woher kommt das Bedürfnis vieler Menschen, sich einzumischen und ungefragt Erziehungstipps zu geben?“, fragt sich Birgit Minichmayr. Als sie nach der Geburt ihrer Zwillinge wieder zu arbeiten begann, versuchten ihr vor allem Männer ein „Rabenmutter“-Image zu verpassen. Ohne Erfolg.
  • Hans Platzgumer: „Erst als mein Vater völlig in die Demenz gerutscht war, sind wir Freunde geworden.“
    Offen gefragt

    Hans Platzgumer: „Mit meinem Vater habe ich mich versöhnt“

    In seinem Roman „Großes Spiel“ schreibt Hans Platzgumer über Japans Geschichte und einen skrupellosen Hauptmann der Geheimpolizei. Dieser erinnert den Schriftsteller und Musiker an seinen verstorbenen Vater. Über die Versöhnung mit seinem „ideologischen Feind“, sein zweites Leben und die Notwendigkeit von kleinen Rissen sprach er mit der „Presse am Sonntag“.
  • „Statt auf Leute herabzuschauen, wäre es gut, wenn sie zu jemandem hinaufschauen.“
    Offen gefragt

    Lisa Eckhart: „Ich bin jenseits des Warnhinweises“

    Geboren wurde Lisa Eckhart in der Steiermark, nun lebt sie in Ostdeutschland. Dort ergründete die Kabarettistin, was die ehemalige DDR mit dem monarchischen Österreich verbindet. Sie spricht über missverstandene Otto-Waalkes-Filme, die Gefahr einer humorlosen Gesellschaft und den fehlenden Witz der AfD. Nach Sachsen sei sie für die Liebe gezogen, sagt sie.
  • Michael Niavarani: „Ich schreib jetzt bald selbst einen Beziehungsratgeber: ‚Wie werde ich glücklich mit mir selbst?‘“
    Offen gefragt

    Michael Niavarani: „Summa summarum wird es gut ausgehen“

    Schlechte Schulnoten hat Michael Niavarani immer mit größter Gelassenheit hingenommen. Die wirklich interessanten Fragen konnte ihm dort ohnehin niemand beantworten. Cool sein wollte der Kabarettist nie, neurotisch hingegen sehr. Er wünscht sich, dass Shakespeare eine Frau war, und ärgert sich über alte, weiße Männer, die alles besser wissen.
  • Philipp Hochmair: „Ob man irgendwann überhaupt noch Schauspieler brauchen wird?“
    Offen gefragt

    Philipp Hochmair: „Meine Schwäche ist mein Talent“

    Brav und ordentlich zu sein, das liegt Philipp Hochmair nicht so sehr. Darum hielt er es in Theaterensembles auch nie lange aus. Wie er mit seiner Leseschwäche zurecht kommt, wie aufwendig es für ihn ist, Rollen einzustudieren, und wie er mit Existenzängsten umgeht, erzählt er im folgenden Gespräch.
  • Schriftsteller Dmitry Glukhovsky: „Der, dessen Zeit abläuft, ist Putin.“
    Offen gefragt

    Dmitry Glukhovsky: „Russland ist eine tödliche Gefahr“

    Der russische Schriftsteller Dmitry Glukhovsky, dem in seiner Heimat acht Jahre Haft wegen »Verleumdung der Streitkräfte« drohen, spricht in der »Presse« darüber, wie sein Land in eine Zeit der Raserei verfallen ist und warum sie nicht unter den herrschenden Verhältnissen enden kann.
  • Alois Mühlbacher / Muehlbacher, österreichischer Sänger (Knabensopran, Countertenor) im Innenhof seines Wohnhauses im 1020 Wien
    Letzte Fragen

    „Beim Singen kann ich alles ausleben“

    Als Kind versuchte Alois Mühlbacher die Frauenstimmen im Kirchenchor nachzuahmen und dachte dabei daran, wohin ihn die Musik einmal bringen könnte. Heute singt der junge Countertenor bereits an den großen Opernhäusern der Welt. Wie er so weit kam und was er von Popmusik hält, sagt er der „Presse am Sonntag“.
  • Der Schriftsteller John Irving war nie religiös. Am ehesten glaubt er an Geister.
    Interview

    John Irving: „Ich verbünde mich mit Außenseitern“

    Der neuste Roman von John Irving ist eine Ehrerbietung an seine Tochter Eva. Sie outete sich 2016 als Transfrau. Früh hat der Schriftsteller aus New Hampshire erfahren, wie die Gesellschaft mit sexuellen Minderheiten umgeht. Der 81-Jährige spricht gut Deutsch. Seine Bücher schreibt er mit der Hand: „Das erspart mir Zeit“, sagt er.
  • Georg Hoanzl: „Gute, wahre Geschichten helfen.“
    Interview

    Künstleragent Georg Hoanzl: „Auf einmal war ich nicht mehr allein“

    In den 1980ern ist Georg Hoanzl mit Josef Hader und Andreas Vitasek durch Österreich getingelt, als die beiden noch kaum jemand kannte. Heute vertritt der Künstleragent alle namhaften Kabarettisten des Landes und betreibt mit Michael Niavarani zwei Theater in Wien. Ein Gespräch mit einem umtriebigen Visionär.
  • Matthias Eibinger vor seinem Abflug zu einem Pokerturnier in Vietnam. Auszeit nimmt er sich fast nie.
    Interview

    Matthias Eibinger: „Oft spiele ich 14 Stunden am Stück“

    Matthias Eibinger ist der erfolgreichste professionelle Pokerspieler Österreichs. Von seiner Leidenschaft kann der 30-jährige Steirer bestens leben. Weit über zwölf Millionen Dollar an Preisgeldern hat er in den vergangenen Jahren gewonnen. Um an die Weltspitze zu kommen, hat der Steirer allerdings auch sehr viel investiert – und tut es immer noch.
  • Alex Kristan: „Aus psychohygienischen Gründen möchte ich mich nicht in der Tiefe mit Politik befassen.“
    Interview

    Alex Kristan: „Ich war ein Saugfrast zum Quadrat“

    „Weniger ist mehr“, sagt Alex Kristan. Darum will er nur rund hundertmal im Jahr auf der Bühne stehen, selbst wenn ihn sein Publikum gern viel öfter sehen würde. Aber omnipräsent will der Kabarettist nicht sein und »der Reichste am Friedhof« schon gar nicht. Lieber verbringt er so viel Zeit wie möglich mit seiner Frau, seiner Tochter und seiner Mama.
  • Michael Dangl, neuerdings Kammerschauspieler, lebt ein Leben zwischen Buch und Bühne.
    Interview

    Michael Dangl: „In mir ist es unruhig und drängend“

    Lang hat Josefstadt-Schauspieler Michael Dangl wie im Rausch gelebt, hat das Leid seiner Figuren zu nah an sich herangelassen, gleichzeitig das Leben genossen, ohne sich um private Bindungen zu kümmern. Heute ist er mit einer Russin verheiratet. Über Dostojewski, sein eigenes Schreiben und das Leben zwischen zwei Städten in Zeiten des Kriegs.
  • Marian Gold: „Ich hatte schon als Elfjähriger eine markante Stimme.“
    Interview

    Alphavilles Marian Gold: „Weltuntergang gehört zum Partygefühl“

    Marian Gold war in den späten Siebzigern ein Punk in Westberlin. Dass er wenige Jahre später als Sänger von Alphaville groß durchstarten sollte, war nicht absehbar. Mit der „Presse am Sonntag“ erörtert er Erfolg, Achtzigerjahre-Nostalgie und das neue, mit dem Filmorchester Babelsberg eingespielte „Eternally Yours“-Album.
  • „Wenn Regisseure Respekt vermissen lassen, ist es an uns Älteren, das Wort zu ergreifen“, sagt Lyssewski.
    Interview

    Dörte Lyssewski: „Darum: Man muss sich einmischen!“

    „Ich werde ihn so vermissen“, sagt Dörte Lyssewski über ihren „treuen Weggefährten und Freund„, Peter Simonischek. Über 30 Jahren standen die beiden gemeinsam auf der Bühne. Gelassener wird man mit den Jahren nicht, sagt die Schauspielerin. Im Gegenteil. Das Älterwerden findet sie furchtbar: „Man sieht so aus, wie man aussieht. Ist nicht toll, ist skandalös.“
  • Peter Schipka
    Interview

    Priester Peter Schipka: „Was ich tue, muss frei machen“

    Als Peter Schipka seinen Eltern mitteilte, dass er Priester werden wolle, stieß er auf Unverständnis und großen Widerstand. Deshalb entschied er sich, doch lieber Rechtswissenschaften zu studieren. Die Sehnsucht, Priester zu werden, ließ ihn aber nie los. Heute ist Schipka Generalsekretär der Bischofskonferenz und weiß, wie sich Freiheit anfühlt.
  • „Es gab auch persönliche Angriffe“, sagt die deutsche Historikerin Katja Hoyer.
    Interview

    Historikerin Katja Hoyer: „Diesen Menschen fehlt die Geschichte“

    Wie schon lang nicht mehr wird in Deutschland über Osten und Westen debattiert. Die AfD wird in den neuen Bundesländern stärker, dort fühlen sich viele benachteiligt. Mitten in diese Stimmung hat die in London arbeitende deutsche Historikerin Katja Hoyer ein Buch geschrieben, in dem sie die Geschichte der DDR neu ordnet – und für Aufregung sorgt.
  • Claudine Schoch: „Nach der Geburt meiner Tochter war ich eine andere Tänzerin.“
    Interview

    Balletttänzerin Claudine Schoch: „Es ist schwierig, oben zu bleiben“

    Sehr früh wusste Claudine Schoch, dass sie Balletttänzerin werden will. Seit drei Jahren ist die Mutter einer sechsjährigen Tochter Erste Solistin des Wiener Staatsballetts. Dass sie nach der Geburt ihres Kindes sehr bald wieder auf der Bühne stehen würde, war für sie klar. Ein Gespräch über Disziplin, Essstörungen und über die strengen Hierarchien in großen Compagnien.

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