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Regionale Innovation als Chance

Forschung: Besser gemeinsam als einsam – Kooperationen und Diskussion auf Universitätsebene
befeuern Innovation, lautete die Botschaft beim Pfingstdialog auf Schloss Seggau.

Steiermarks Wissenschafts-Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl begrüßte als Schirmherrin der Pfingstdialoge die Wissenschaftsminister aus Slowenien und
Österreich, Igor Papič (l.) und Martin Polaschek.
Steiermarks Wissenschafts-Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl begrüßte als Schirmherrin der Pfingstdialoge die Wissenschaftsminister aus Slowenien und Österreich, Igor Papič (l.) und Martin Polaschek. Fischer
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Der Frage, was Forschung, Technologie und Innovation für die Gesellschaft ermöglichen, gingen beim Pfingstdialog Martin Polaschek, Wissenschaftsminister, sein slowenischer Amtskollege, Igor Papič, Iris Filzwieser, Präsidentin der Austrian Cooperative Research, und Klavdija Kutnar, Rektorin der Universität Primorska, unter der Leitung von Hanna Kordik, stv. Chefredakteurin der „Presse“, nach.

Wissenschaft, Forschung, Innovation und globale Aktivitäten seien sehr wichtig, unterstrich Igor Papič bereits zu Beginn. Vor allem für kleinere Länder – wie Österreich und Slowenien – sei die Zusammenarbeit essenziell. Im Vergleich zu den großen Ländern wie die USA und China ortet der Minister Nachteile, deshalb sei in der derzeitigen Situation die regionale Zusammenarbeit in diesen Bereichen eine perfekte Lösung. Auch Minister Polaschek sieht in der regionalen Kooperation Chancen: „Wir erkennen auf regionaler Ebene bei Forschungseinrichtungen wie Universitäten, dass echte Innovation stattfindet.“ Außerdem sei die regionale Zusammenarbeit die Basis und das Sprungbrett für internationale und in weiterer Folge globale Kooperationen.

Bei aller grenzüberschreitender Kollaboration darf allerdings die lokale Identität nicht verloren gehen, wenn daraus eine regionale Identität entstehen soll, warnt Klavdija Kutnar und nennt gemeinsame Projekte von Österreich und Slowenien auf Universitäts-Level als gelungenes Beispiel.

Diskurs schafft Innovation

Iris Filzwieser unterstreicht, dass es auch um die Grenzen überschreitende Zusammenarbeit von Generationen und unterschiedlichen Fachbereichen gehe. Erst das Aufeinandertreffen verschiedener Meinungen und Sichtweisen ermögliche Innovation, so Filzwieser weiter.

Ohne entsprechende Budgets für Universitäten und Forschung sind Innovationen nicht möglich. Zudem brauche es einen Rahmen für die internationale Zusammenarbeit und die nötige Infrastruktur, um diese überhaupt erst zu ermöglichen, führt Polaschek aus und hebt das Budget von einer Milliarde Euro für die Grundlagenforschung in Österreich hervor.

Ein Best-Practice-Beispiel sei, so Klavdija Kutnar, das Start-up „Studo“, eine Organisations-App für Studierende, die heute von mehr als 400.000 Usern genutzt wird. Entwickelt wurde die App von der Universität Graz in Zusammenarbeit mit der Universität Ljubljana. Seit dem Jahr 1999 wurden mehr als 200 gemeinsame Projekte der Uni Ljubljana, der Uni Wien, der TU Wien und der TU Graz abgewickelt, ergänzt Papič, derzeit seien zehn aktuelle Vorhaben in der Pipeline: „Diese enge Zusammenarbeit ist etwas völlig Normales.“