Anzeige

Zeitgenössisches entdecken!

Auktionen. Bei der Contemporary Week im Dorotheum heißt es aufzeigen! Von 19. bis 21. November 2024 kann man wieder Schätze heben.

Max Oppenheimer: Selbstporträt, um 1933 (Ausschnitt).
Max Oppenheimer: Selbstporträt, um 1933 (Ausschnitt). Dorotheum
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen.

Mit einer spannenden Moderne-Auktion geht das Dorotheum in seine Auktionswoche, welche die moderne und zeitgenössische Kunst vom 19. bis 21. November 2024 in den Mittelpunkt stellt. Juwelen und Armbanduhren folgen am 21. und 22. November, Editions am 4. Dezember.

Die geballte internationale Strahlkraft der österreichischen Moderne verkörpern Egon Schiele, vertreten mit einem Kinderbildnis und einem expressiven Frauen-Doppelakt, oder die zart-intimen Zeichnungen seines älteren Künstlerfreundes Gustav Klimt. Eine Sensation der Moderne-Auktion am 19. November stellt das aus dem Wien Museum restituierte Selbstbildnis von Max Oppenheimer dar, das in seiner kühnen Komposition und Aufsplitterung der Form eine zerrissene Künstlerseele in bewegten Zeiten offenbart. Es handelt sich bei dem um das Jahr 1933 gemalten Werk um eines der seltenen Selbstporträts des Künstlers, wohl eines der bedeutendsten der Moderne und Zwischenkriegszeit in Österreich. Dass es im Atelier verblieb, zeugt von dessen Bedeutung für Max Oppenheimer.

Egon Schiele ist auch vertreten.
Egon Schiele ist auch vertreten. Dorotheum

Ein internationales Meisterwerk stammt etwa von Jacques Lipchitz: in der kubistisch inspirierten Skulptur „Homme assis avec guitarre“ von 1922 verschmilzt das Musikinstrument förmlich mit einer menschlichen Figur und einem Möbel. Politische Brisanz mit Prä-Pop-Elementen verbindet Giacomo Balla im musealen Werk „Futurismo: Fascismo e Sovversivismo; Fascisti e Antifascisti“ aus den Jahren 1924/25. Weitere Top-Werke von Albin Egger-Lienz, Alfons Walde, Kolo Moser oder auch Francis Picabia, Franz von Stuck, Ernst Barlach oder Lyonel Feininger machen diese Auktion zu etwas Besonderem.

Stanley Whitney: „The language of nature“, aus 2005.
Stanley Whitney: „The language of nature“, aus 2005. Dorotheum

Melodie der Farben

Fragestellungen von Abstraktion und Repräsentation stellt eine Reihe von Kunstschaffenden der Auktion Zeitgenössische Kunst am 20. November. Der US-Amerikaner Stanley Whitney spürt, inspiriert von Jazzmusik, mittels Rastern und Farbfeldern der Melodie der Farben nach. In „The language of nature“ von 2005 verarbeitet er auf der Suche nach den Beziehungen von Farbe und Geometrie das Erbe eines Mondrian oder Rothko. Zwei farbintensive minimalistische Arbeiten „Anima Mundi 31-3“ und „Basel Fenster No. 2“ des deutschen Künstlers Imi Knoebel gehören in die ähnliche Tradition.

Martha Jungwirth: Ohne Titel, datiert 2015.
Martha Jungwirth: Ohne Titel, datiert 2015. Dorotheum

Auf der anderen Seite des abstrakten Spektrums, da aus der gestischen Informel-Tradition kommend, steht Martha Jungwirth. Die 1940 in Wien geborene Künstlerin nimmt mit ihren poetisch-abstrakten Aquarellen und Ölbildern eine singuläre Position im internationalen Kunstgeschehen ein. Sie erfasst Themen von der Antike bis zu Fußballstars seismographisch, wie sie sagt. Und doch dienen sie ihr alle schlussendlich nur als „Vorwand“. Highlight der Auktion ist ein 2 x 1,40 Meter großes, unbetiteltes Bild. Das deutsche Informel ist mit Hans Hartung repräsentiert.

Expressive Kraftlinien charakterisieren das Werk von Emilio Vedova, in „Compresenze/tensione 82“ scheint die mehr als zweieinhalb Meter große Leinwand förmlich zu explodieren.

Arnulf Rainer: „Blaue Übermalung“, aus 1956.
Arnulf Rainer: „Blaue Übermalung“, aus 1956. Dorotheum

Über-Maler

Arnulf Rainer, Fixstern der österreichischen Neo-Avantgarde, ist in der Auktion mit einer seiner typischen Übermalungen vertreten, mit einer raren blauen von 1956. Die Entstehung dieser berühmten Werkgruppe der Übermalungen verdankt Rainer einem Prozess der laufenden Korrektur von Gemaltem. „Aus Liebe und Vervollkommnungsdrang“, so der Künstler, entstanden sie, aber auch auf der Suche nach Ruhe jenseits der Gestik, nach dem Ausloten von Malgrund, Farbe und Bildrand. Aber auch Arnulf Rainers Bilder – jene, die er als misslungen betrachtete – wurden manchmal übermalt, und zwar von seinem Künstlerfreund Friedensreich Hundertwasser. Malerei auf altem Rainer, „Peinture sur Ancien Rainer II“, heißt die in der Auktion angebotene Arbeit aus dem Jahr 1958.

Weiters bietet die Auktion ein großformatiges Schüttbild von Hermann Nitsch aus dem Jahr 1990 sowie von Maria Lassnig „Innerhalb und außerhalb der Leinwand“, eines  ihrer einzigartigen „Körperzustandsbilder“ aus den 1980er-Jahren.

Pop-Art-Vibes verströmt deren Säulenheilige Andy Warhol mit einem nach dem berühmten Foto des Dichters nachempfunden Porträts von Marcel Proust sowie ein Akt von Tom Wesselmann. Italienischer Sixties-Pop kommt von Valerio Adami oder Mario Schifano, der sich mit „A la Balla“ vor dem italienischen Futurismus verneigt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Malerei „Teju“ von Amoako Boafo. Dem aus Ghana stammenden Künstler widmet die Österreichische Galerie im Belvedere derzeit eine Retrospektive. 

Glänzend

Unter den zahlreichen Schmuck-Objekten der Juwelen-Auktion am 21. November  befinden sich hochwertige Arbeiten von Bulgari oder Chantecler sowie ein Brillantring, der 6,7 Carat auf die Waage bringt. 249 Juwelen-Highlights werden in der Auktion insgesamt angeboten. Dabei zahlreiche Schmuckstücke mit Aquamarinen in unterschiedlichen Größen und Verarbeitungen. Ein Ring mit einem 85 ct Aquamarin überzeugt durch seine außergewöhnliche Größe und sein zartes Blau. 50 ct bringt ein tiefblauer Aquamarin auf die Waage, der in einem Anhänger mit Diamanten verarbeitet wurde. Eine sehr hohe Farbintensität weist ein Anhänger mit einem 7 ct Aquamarin auf, eine Arbeit aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Aquamarine sind wegen ihrer Nuancen und Farbschattierungen, die von Blassblau bis zu intensivem Hellblau reichen, besonders beliebt. Sie lassen in ihrem so typischen kühlen Glanz an die Brandung und die Tiefen der Meere denken, sie gelten als Glücksstein für Fischer und Seefahrer und auch als Stein der Liebenden, genau wie der Diamant.

Nautilus von Patek Philippe.
Nautilus von Patek Philippe. Dorotheum

Zeitmesser

Uhrmacherkunst auf höchstem Niveau bietet die Dorotheum-Auktion am 22. November 2024. Sammlerinnen und Sammler können aus knapp 190 Modellen der Marken Patek Philippe, A. Lange & Söhne, Audemars Piguet, IWC Schaffhausen, Breguet, Rolex u. v. m. auswählen.

Darunter befindet sich eine der begehrtesten Sportuhren: Die Patek Philippe Nautilus mit der sanft abgerundeten achteckigen Lünette und vom Bullauge inspirierten Gehäusekonstruktion. Ein Modell aus 2015 mit Referenz 5711/1A10 aus der Zeit um 2015 wird bei der Auktion angeboten. Ebenfalls die elegante Version der Nautilus mit eisblauem Zifferblatt, Brillanten und Glasboden, Referenz 7008/1A-001, aus ca. 2011 und auch die Nautilus in 750er Gelbgold mit Diamantzifferblatt (ca. 1990, Ref. 3800/1). Um eine besondere Rarität handelt es sich bei der A. Lange & Söhne 1, eine Armbanduhr, die nur von 2001 bis 2002 in der Kollektion des Herstellers war. Das aus einer Privatsammlung stammende Modell mit der Referenz 160.029 ist mit Großdatum und kleiner Gangreserveanzeige ausgestattet.

Erstmals Editions

Eine Erweiterung erfährt die Contemporary Week am 4. Dezember mit der Premiere der Auktion „Editions“. Das bedeutet Druckgrafik und Multiples von großen Namen wie Picasso, Miró oder Chagall zu attraktiven Preisen. Die Gegenwartskunst ist mit Alighiero Boetti, Jeff Koons oder Damien Hirst dabei.

Auktionen

Modern and Contemporary Art:

Moderne, 19.11.2024

Zeitgenössische Kunst I,
20.11.2024

Zeitgenössische Kunst II,
22.11.2024

Juwelen, 21.11.2024

Armband- und Taschenuhren, 22.11.2024

www.dorotheum.com