Die Konzertreihe Sommerklänge, die mit der Sommernachtsgala am 19. Juni startet, bieten vielfältige Programme, die von großen symphonischen Werken über Operette bis zu jazzigen Klängen reichen. Die Sommernachtsgala 2025 verspricht besonders glanzvoll zu werden, wirkt doch Jahrhundertpianist und Festivalchef Rudolf Buchbinder selbst mit. Für Michael Spyres, gefeierter Tenor-Star aller Klassen inklusive Bayreuth-Erfahrung, zählt die Verbindung aus makellosen Spitzentönen und feinsinniger, kluger Phrasierung zu einer Selbstverständlichkeit. Dass er damit nicht nur begeisterte Kritiken erntet, sondern auch die Herzen des Publikums erobert hat, versteht sich von selbst. Auf dem sicheren Weg dorthin befindet sich auch Grafenegg-Debütantin Siphokazi Molteno: Die aus Südafrika stammende Mezzosopranistin entwickelte sich bereits in den ersten Jahren ihrer Karriere an der New Yorker Metropolitan Opera zu einem wahren Publikumsliebling und wird auch die Gäste am Wolkenturm verzaubern. Fabien Gabel gibt mit seiner ersten Sommernachtsgala gleichzeitig sein Antrittskonzert als Chefdirigent am Pult des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich: Gemeinsam werden sie die nächsten Jahre in Grafenegg auf vielfältige Weise mitgestalten.
Das Grafenegg Festival geht an vier Wochenenden von 14. August bis 7. September über die verschiedenen Bühnen am Gelände des malerischen Schlossparks. Unter der künstlerischen Leitung von Rudolf Buchbinder gastieren renommierte Spitzenorchester und internationale Künstler:innen in Grafenegg. Die Bandbreite an Musik reicht dabei von Lied und Kammermusik bis zu glänzend instrumentierten, eindrucksvollen Orchesterbildern.
Malerisches Ambiente
Am 14. August 2025 leitet Fabien Gabel zum ersten Mal als neuer Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich die Festival-Eröffnung. Am Programm stehen zwei Gipfelwerke der konzertanten und der symphonischen Musik des 20. Jahrhunderts: das Konzert für zwei Klaviere und Orchester von Francis Poulenc und „Eine Alpensinfonie“ von Richard Strauss. Dazwischen erklingt ein sensationelles Fundstück: «Prélude et Danse» aus der Kantate «Sémiramis» von Maurice Ravel wurde erst im März 2025 in New York uraufgeführt und erlebt nun in Grafenegg die europäische Erstaufführung. Als Solistinnen mit dabei: die französischen Pianistinnen Katia und Marielle Labèque.
Zwei Premieren werden die ersten Grafenegg-Auftritte des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das mit seinem neuen Chefdirigenten Daniel Harding anreisen wird, und des Hong Kong Philharmonic Orchestra unter seinem früheren Chefdirigenten Jaap van Zweden sein. Erneut zu Gast sind 2025 u. a. das European Union Youth Orchestra unter Iván Fischer, das Luzerner Sinfonieorchester unter Michael Sanderling, das Royal Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko, das Gewandhausorchester unter Andris Nelsons, die Tschechische Philharmonie unter Petr Popelka, das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert, das Orchestre Philharmonique de Radio France unter Mirga Gražinytė-Tyla, die Wiener Philharmoniker unter Franz Welser-Möst und der Concentus Musicus Wien unter Stefan Gottfried.
Composer in Residence
Composer in Residence 2025 ist Fabián Panisello, der das Festival-Programm als Komponist und Lehrender mitgestaltet. Am 24. August 2025 dirigiert er die Uraufführung eines neuen Werkes, welches das Grafenegg Festival bei ihm in Auftrag gegeben hat. Eine Premiere dabei ist: Im selben Konzert dirigieren die Mitwirkenden des Composer-Conductor Workshops Ink Still Wet ebenfalls ihre neuesten Schöpfungen.
Als Sensation darf man das Abschlusskonzert des Grafenegg Festivals 2025 bezeichnen: Zubin Mehta kehrt am 7. September 2025 für ein Konzert zurück ans Pult des Tonkünstler-Orchesters. Mehta, einst Meisterschüler von Hans Swarowsky in Wien, dirigierte die Tonkünstler 1957 bei seinem Diplomkonzert im Wiener Musikverein, woraus sich in den folgenden fünf Jahren eine intensive Zusammenarbeit mit einigen großartigen Konzerten ergab.
1962 leitete er sein bisher letztes Konzert mit dem Tonkünstler-Orchester, 63 Jahre später gestaltet er mit Rudolf Buchbinder am Klavier in Grafenegg ein Brahms-Programm: ein außergewöhnliches Sommerfinale.
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