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Auktionen: Ein erfolgreiches Jahr

Rückblick. Dank starker Onlinepräsenz und Sparten­vielfalt konnte eine Steigerung erzielt werden.

Egon Schieles Papierarbeit erreichte 3,23 Mio. Euro.
Egon Schieles Papierarbeit erreichte 3,23 Mio. Euro. Dorotheum
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Dem Dorotheum, dem größten Auktionshaus im deutschsprachigen Raum, wird es heuer gelingen, das ausgezeichnete Ergebnis des Vorjahres noch zu übertreffen und ein Rekordergebnis zu erzielen.

Jahrzehntelange Expertise im Onlinebereich sowie die Spartenvielfalt – mit durchschnittlich zwei Auktionen täglich – sorgten für weltweit hohe Visibility. Beispielhaft dafür war die Online-Versteigerung einer Sammlung von Warhol-Zeichnungen aus den 1950er-Jahren im Frühjahr 2025. Sämtliche der 221 heiß begehrten Blätter wurden verkauft. Kunden aus über 90 Nationen, darunter bedeutende internationale Museen, nahmen 2025 an Dorotheum-Auktionen teil.

Die Herbstsaison brachte die bisher beste Auktion mit moderner Kunst sowie die erfolgreichste Contemporary Week in der Geschichte des Hauses. In jener Auktionswoche wurde das Highlight des Jahres, Egon Schieles Papierarbeit mit der Darstellung eines Rückenaktes, für sensationelle 3,23 Millionen Euro versteigert. Diese museale Arbeit wurde restituiert, sie befand sich einst in der bedeutenden Sammlung August und Serena Lederer.

Alfons Walde punktete ebenso bei den zahlreichen heimischen Künstlern.
Alfons Walde punktete ebenso bei den zahlreichen heimischen Künstlern. Dorotheum

Für weitere Spitzenpreise bei der Moderne sorgten u. a. Arbeiten von Giorgio de Chirico und Marc Chagall; bei der österreichischen Kunst punkteten Alfons Walde oder Carl Moll. Zwei tschechische Künstler stehen vorn bei der zeitgenössischen Kunst: Mikuláš Medek und Zdenek Sýkora. Bei der österreichischen Kunst reüssierten u. a. Werke von Maria Lassnig, Hermann Nitsch oder Franz West. Für Bilder von Herbert Brandl und Markus Prachensky wurden die bisher höchsten bei einer Auktion erzielten Preise erreicht.

Auch Markus Prachensky wurde zu Höchstpreisen verkauft.
Auch Markus Prachensky wurde zu Höchstpreisen verkauft. Dorotheum

Das aus dem Museum Wiesbaden an die Erben der jüdischen Unternehmerin Grete Klein restituierte Gemälde von Ferdinand Georg Waldmüller, „Hansl’s erste Ausfahrt“ („Heimkehrende Kinder“), wurde im Oktober in der Auktion Gemälde des 19. Jahrhunderts für 520.000 Euro versteigert. 273.000 Euro wurden für ein Gemälde des 1857 auf den Philippinen geborenen Malers Juan Luna y Novicio („Dame in rotem Kleid mit einem Manila-Schal“) geboten, 331.500 Euro für eine Kosaken-Szene von Józef von Brandt.

Spitzenergebnisse bei den Alten Meistern gab es unter anderem für das Motiv des Salvator Mundi aus der Werkstatt des Leonardo da Vinci, Fernando Llanos (650.000 Euro), für das Brustbild des jungen Herzogs von Alba von Francisco de Goya (520.000 Euro) oder für ein Gemälde des Vedutenmalers Giovanni Paolo Panini (395.500 Euro). Herausragend bei der flämischen Malerei: Herri met de Bles’ Landschaft mit der Vision der Apokalypse des Johannes auf Patmos (351.000 Euro).

Weiterhin hoch im Kurs stehen Armbanduhren gefragter Marken sowie Juwelen. Große Nachfrage herrschte nach Schmuck aus Adelsbesitz oder auch nach außergewöhnlichen Stücken aus der Sammlung der deutschen TV-Ärztin Antje-Katrin Kühnemann.

Das kommende Jahr startet unter anderem mit Auktionen von Jugendstil, Schmuck, moderner Kunst, Design sowie mit dem Nachlass von Otto Schenk.

dorotheum.com