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Vorhang auf! Der Kartenverkauf für die Jubiläums-Festspiele Reichenau 2026 hat begonnen!

Zum 100-jährigen Bestehen laden die Festspiele Reichenau 2026 zu 130 Vorstellungen.

Die Festspiele Reichenau feiern 2026 ihr 100-jähriges Bestehen mit einem vielseitigen Jubiläumsprogramm.
Die Festspiele Reichenau feiern 2026 ihr 100-jähriges Bestehen mit einem vielseitigen Jubiläumsprogramm. Katrin Nusterer
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Mit dem Start des Ticketverkaufs öffnet sich erneut der Vorhang zu einem der markantesten Theaterfestivals in Österreich: Von 1. Juli bis 2. August 2026 laden die Festspiele Reichenau zu insgesamt 130 Vorstellungen ein. Sechs Produktionen werden eigens für das Festival entwickelt und sind ausschließlich für wenige Sommerwochen an diesem besonderen Ort zu erleben. Ein eindrucksvolles Kulturereignis, getragen vom besonderen Zusammen­spiel von Ort, großer Literatur und einem hochkarätigen Ensemble.

Die Festspiele 2026 stehen im Zeichen eines großen Jubiläums: Vor genau 100 Jahren wurde das Theater Reichenau eröffnet – ein Anlass, der gebührend gefeiert wird. „Wir machen uns auf! Auf zu einem Theatersommer, in dem Geschichte und Geschichten im Mittelpunkt stehen, wir liebevoll den Blick zurück richten und gleichzeitig mutig nach vorne schauen. Uns eint die Liebe zum Theater. Machen wir sie weit auf: unsere Türen, unsere Arme, unsere Herzen. Ich freue mich auf Sie!“, so die künstlerische Leiterin Maria Happel.

Fokus auf heimische Autoren

Eröffnet wird die Saison mit einer Neuinszenierung jenes Werks, mit dem 1926 alles begann: „Die Fledermaus“ von Johann Strauß. Das Regieduo Nils Strunk & Lukas Schrenk verlegt die Operette ins Wien der „Roaring Twenties“. Swing, Blues und Charleston treffen auf Strauß’ unverwüstliche Melodien, interpretiert von einer Live-Band und einem hochkarätigen Ensemble. Zu sehen sind u. a. Seb­astian Wendelin, Julia Edtmeier, Jakob Semotan und Gerhard Kasal.

Arthur Schnitzlers „Reigen“, inszeniert von Alexandra Henkel und Dietmar König, seziert Macht, Begehren und Doppelmoral mit präzisem Blick. Im „Neuen Spielraum“ entsteht ein Beziehungsgeflecht, das Nähe und Distanz ebenso sichtbar macht wie die Fragilität gesellschaftlicher Konventionen. Es spielen u. a. Therese Affolter, Stefanie Dvorak, Stefan Jürgens und Daniel Jesch.

Maria Happel, künstlerische Leiterin der Festspiele 2026
Maria Happel, künstlerische Leiterin der Festspiele 2026 Luise Reichert

Joseph Roths „Die Legende vom heiligen Trinker“ zeigt einen stilleren Ton. Alexandra Liedtke inszeniert Roths literarisches Vermächtnis als fein gezeichnetes Porträt eines Gestrandeten zwischen Hoffnung, Sucht und Gnade. Joseph Lorenz ist als Andreas zu sehen. An seiner Seite spielen Gioia Osthoff, David Oberkogler und Oliver Urbanski.

Als Kammerspiel folgt Stefan Zweigs „Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau“ in der Regie von Gordon Greenberg: ein Text über Leidenschaft, Risiko und Grenzüberschreitung – konzentriert und intensiv mit Julia Stemberger, Sona MacDonald, Alex Kapl und Nils Arztmann.

Mit „Krieg UND Frieden“ öffnet sich erneut das Südbahnhotel Semmering als Spielstätte. In der Regie von Philipp Hauß wird Tolstois Roman zu einem vielstimmigen Theaterereignis, das den historischen Ort bewusst mitdenkt. Das „UND“ im Titel wird zur zentralen Denkfigur unserer Gegenwart. Johanna Mahaffy, Emese Fáy, Elias Eilinghoff, Martin Schwab und Tim Werths (u .a.) werden Tolstois Figuren zum Leben erwecken.

Auch junges Publikum ist fixer Bestandteil des Programms: „Der kleine Prinz“ nach Antoine de Saint-Exupéry lädt zu einer poetischen Entdeckungsreise ein. Ergänzt wird der Spielplan durch die Reihe Reichenau Spezial u.a. mit einer szenischen Lesung von Martin Prinz´Erfolgsroman „Die letzten Tage“.

Der Kartenverkauf startet heute!

Festspiele Reichenau, 1. Juli bis 2. August 2026.

Tickets und Infos unter www.festspiele-reichenau.at