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Ein Festivalsommer voller Klang und Genuss

Fern & nah. Vom 2. Juli bis 2. August bringt das Festival internationale Stars, außergewöhnliche Klangwelten und literarische Begegnungen an besondere Orte.

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Kinan Azmeh verzaubert mit seiner Klarinette.
Kinan Azmeh verzaubert mit seiner Klarinette. Connie Tsang

Wenn die Sommerabende in Kärnten länger werden und stimmungsvolle Orte ihre besondere Atmosphäre entfalten, beginnt eine Zeit für ganz spezielle Begegnungen.

Der Carinthische Sommer lädt vom 2. Juli bis 2. August zu einem Festival ein, das internationale Künstlerpersönlichkeiten, musikalische Entdeckungen und literarische Höhepunkte miteinander verbindet – in einer Umgebung, die Kulturgenuss und sommerliche Lebensfreude auf besondere Weise vereint.

Über Grenzen hinweg

Unter dem Motto „fern & nah“ zeigt die diesjährige Festivaledition, wie Musik und Literatur Menschen über Grenzen, Generationen und Kulturen hinweg zusammenführen können. Intendantin Nadja Kayali setzt in ihrer dritten Saison auf Programme, die große künstlerische Namen mit neuen Perspektiven verbinden und dem Publikum einzigartige Momente an besonderen Spielorten eröffnen.

Die große Hilary Hahn brilliert an der Violine.
Die große Hilary Hahn brilliert an der Violine. Chris Lee

Zu den Höhepunkten zählen Konzerte mit der Geigerin Hilary Hahn, Pianist Rudolf Buchbinder und Stardirigent Giovanni Antonini. Auch die Literatur ist ein zentraler Bestandteil des Festivals: Robert Menasse, Joachim Meyerhoff und Nava Ebrahimi bringen ihre Stimmen und Geschichten in den Carinthischen Sommer ein.

Besonders lebendig wird das Motto „fern & nah“ in der Begegnung unterschiedlicher musikalischer Welten. Der in New York lebende Klarinettenvirtuose Kinan Azmeh verbindet im Konzert „Zwischenwelten“ seine syrischen Wurzeln mit klassischer Musik und schafft einen Dialog zwischen Traditionen. Die Kärntner Singer-Songwriterin Anna Anderluh trifft genauso wie die iranisch-österreichische Musikerin Golnar Shahyar als Festivalartist auf ein internationales Publikum.

Erstaufführungen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Festivalorchester RSO Wien, das zwei österreichische Erstaufführungen präsentiert. Beim Konzert „Märchenzauber“ am 17. Juli erklingen romantische Meisterwerke von Michail Glinka und Nikolai Rimski-Korsakow. Außerdem bringt das Konzert für Sheng von Bernd Richard Deutsch eines der ältesten Instrumente der Welt in einen zeitgenössischen Klangraum.

Der Sommer erzählt sich in besonderen Geschichten und Begegnungen. Das stimmungsvolle Stift Ossiach wird auch heuer wieder zum Schauplatz außergewöhnlicher Festivalmomente: Am 26. Juli präsentiert Nava Ebrahimi gemeinsam mit der Band Kurdophone in „Echo aus dem alten Persien“ eine Neuinterpretation einer historischen persischen Erzählung. Das Hathor Consort verbindet in „Wo die Seele tanzt“ barocke Klangwelten mit arabischen Traditionen und schafft einen faszinierenden musikalischen Dialog.

Mandolinenvirtuose Avi Avital wird zu hören sein.
Mandolinenvirtuose Avi Avital wird zu hören sein. Harald Hoffmann

Bachmann-Jubiläum

Zum sommerlichen Festivalerlebnis gehören zudem literarische ­Begegnungen rund um Ingeborg Bachmann anlässlich ihres 100. Geburtstags mit Birgit Minichmayr, Maria Köstlinger und Juergen Maurer. Ergänzt wird das Programm durch Kammermusik mit dem Schumann Quartett und Sharon Kam sowie zwei Uraufführungen von Johannes Maria Staud.

Der Carinthische Sommer ist eine Einladung, Kultur in besonderer Atmosphäre zu erleben: mit offenen Begegnungen, außergewöhnlichen Klängen und der Gastfreundschaft eines Festivals, das seine Besucherinnen und Besucher mit herzlicher Freude willkommen heißt.

Carinthischer Sommer Festival

2. Juli bis 2. August

Karten: Tel. 04242/28 100

www.carinthischersommer.at