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Genuss auf zwei Rädern

Entlang der Etsch. Auf der Via Claudia Augusta kann man durch die Vallagarina radeln. Malerische Weingärten, mächtige Burgen und traditionsreiche Dörfer sind auf dem Radweg zu sehen.

Mit dem Rad kann man die Natur direkter erleben.
Mit dem Rad kann man die Natur direkter erleben. Trentino Marketing/Gloria Ramirez
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So sieht eine entspannte Genusstour aus. Rund 30 Kilometer direkt am Ufer der Etsch stets sanft flussabwärts mit viel Sonne und jeder Menge Attraktionen. Die Vallagarina ist eine der schönsten Abschnitte auf dem Via-Claudia-Augusta-Radweg. Hier folgt man nicht nur den Spuren der alten Römer. Hier gibt es viel zu entdecken von einigen der besten Weine des Trentino, jeder Menge stolzer Historie und natürlich verlo­ckenden Einkehrmöglichkeiten.

Auf geht es!

Idealer Startort wäre auch das kleine Calliano weiter südlich. Man kann die Tour in Trento starten und direkt zum Etschufer fahren. Dann wäre der Ausflug um gut 20 Kilometer länger. Wir sind in Calliano direkt am Nordrand der Vallagarina und vor allem direkt unter dem mächtigen Castel Beseno, der größten Festungsanlage im Trentino, die bis auf das 12. Jahrhundert zurückgeht und in der man viel Historisches mit Wehranlagen, Waffen und Rüstungen besichtigen kann.

Ein kurzes Stück weiter südlich steht Castel Pietra, eine Festung aus dem 14. Jahrhundert, die auch besichtigt werden kann und die eine wichtige strategische Funktion hatte an der Grenze zwischen Tirol und Venezia. Nur Napoleon gelang es, die Burg zu erobern. Weiter geht die Fahrt an der Etsch entlang bis nach Rovereto. Dort kann man das Ufer verlassen und einen Ausflug in das nur wenige hundert Meter entfernte historische Zentrum machen. An Sehenswürdigkeiten mangelt es Rovereto mit dem Kunstmuseum MART, der Casa d’Arte Futurista Depero mit ihrer kunstvollen futuristischen Sammlung, mit dem Castel Rovereto mit dem Kriegsmuseum oder dem Palazzo Pretorio aus dem 15. Jahrhundert gewiss nicht. Am Südrand von Rovereto gibt es auch einen Bicigrill, eine der beliebten Radler-Raststätten direkt am Radweg. Von Rovereto ist es dann nicht weit nach Mori. Dort könnte man sich einen kleinen Ausflug gönnen nach Westen Richtung Gardasee bis zum teils trocken gelegenen Lago di Loppio mit einem archäologischen Freilichtmuseum.

Warmer Ora

Doch zurück zur Via Claudia Augusta. Der Weg folgt weiter sanft bergab Richtung Süden. Mal mit einem sanften Rückenwind, aber auch zuweilen mit Gegenwind, wenn der warme Ora aufsteigt, der auch die Surfer am Gardasee versorgt. Von Mori sind es nur rund acht Kilometer bis Ala. Der kleine Ort ist bekannt für seine eleganten Palazzi, die von der Zeit zeugen, als vor allem in Ala die Textilweberei viel Wohlstand brachte. „Die Stadt des Samtes“ wurde sie auch deshalb genannt. Eine Kuriosität ist auch das „Museo del Pianoforte Antico“, das Museum des historischen Klaviers im eleganten Palazzo de Pizzini. Gute drei Kilometer sind es dann noch bis Sabbionara, einem Vorort von Avio. Dort thront rechts am steilen Hang das mächtige Castello di Avio auf einem Felsvorsprung. Gut tausend Jahre Geschichte hat die Festung. Sehenswert sind im Inneren nicht nur die Wandmalereien, sondern auch die „Camera d’Amore“, die Liebeskammer, in der mit zahlreichen Fresken höfische Liebe von damals dargestellt ist.

Vor Avio

Wir sind fast am Ziel. Avio liegt vor uns. Und der Bici Grill direkt am Radweg wäre der ideale Abschluss. Zurück kann man auf demselben Weg fahren oder man macht es sich bequem und nimmt einen Regionalzug.