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Mut zur Innovation

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Clemens Mayr-Harting (Bundes­kanzleramt) und Roberta Randerath (ARX Robotics) im Gespräch über Rüstung und Sicherheit.
Clemens Mayr-Harting (Bundes­kanzleramt) und Roberta Randerath (ARX Robotics) im Gespräch über Rüstung und Sicherheit. Beigestellt

Wie eng Zuversicht und Handlungsfähigkeit miteinander verbunden sind, zeigte sich auch beim Thema Sicherheit. Die Diskussion reichte von hybriden Bedrohungen und kritischer Infrastruktur bis zu technologischer Innovation. Im Mittelpunkt stand damit nicht nur die Frage, welchen Gefahren Europa gegenübersteht, sondern auch, welche Fähigkeiten auf dem Kontinent bereits vorhanden sind.

Roberta Randerath von ARX Robotics brachte einen Gedanken besonders prägnant auf den Punkt: „Europa hat eine enorme Innovationskraft, wir müssen uns nur trauen.“ Europa verfügt über Forschung, Unternehmen und technologisches Know-how. Entscheidend ist, ob daraus auch konkrete Anwendungen, Investitionen und Entscheidungen entstehen. Im Rahmen des Beitrags von ARX Robotics wurde ein Film über unbemannte Systeme gezeigt, darunter auch deren Einsatz in der Ukraine. So wurde sichtbar, wie rasch sich technologische Entwicklungen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich verändern und welche Rolle europäische Unternehmen dabei spielen können. Auch im weiteren Verlauf wurde Sicherheit breiter verstanden. Günter Graf von Frequentis, Bundeskriminalamtsdirektor Andreas Holzer und die Sicherheits- und Verteidigungs­politik-Expertin Elisabeth Hoffberger-Pippan brachten Perspektiven aus Technologie, innerer Sicherheit und strategischer Analyse zusammen. Kritische Infrastruktur, hybride Bedrohungen und die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft rückten ebenso in den Fokus wie Europas technologische Widerstandsfähigkeit.

Der Blick weitete sich anschließend auf Energie und Infrastruktur. Michael Strugl, Vorstandsvorsitzender der VERBUND AG, Bernhard Müller, Industry Lead Aerospace & Defence bei PwC Österreich, und Ruben Schuster von der Lufthansa Group beschäftigten sich mit Versorgungssicherheit und der Infrastruktur der Zukunft.

Cornelia Plank von Tyrolpilz ergänzte diesen Blick mit einem konkreten Beispiel für regionale Versorgungssicherheit. Ihr Tiroler Unternehmen setzt auf mehrstöckige Produktion und erntet mittlerweile rund 35 Tonnen Frischpilze pro Woche. Damit zeigte sie, wie Innovation, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit praktisch zusammenspielen können.

Der Themenblock machte deutlich, wie umfassend Resilienz heute gedacht werden muss: von Kommunikation und Energieversorgung über Cyber- und Infrastruktursicherheit bis zur Fähigkeit, neue Technologien selbst zu entwickeln und einzusetzen. Randeraths Satz wurde so zur passenden Klammer: Die Innovationskraft ist vorhanden – entscheidend ist, ob Europa den Mut aufbringt, daraus strategische Stärke zu machen.