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Von Kitzbühel nach Wien – und mitten in die Frage nach Zuversicht

Zuversicht. Beim KitzSummit diskutierten rund 200 Persönlichkeiten darüber, wie Europa handlungsfähig und zuversichtlich bleiben kann.

Rund 200 Führungspersönlichkeiten und Expert:innen kamen zur Wiener Premiere des KitzSummit zusammen.
Rund 200 Führungspersönlichkeiten und Expert:innen kamen zur Wiener Premiere des KitzSummit zusammen. Beigestellt
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Nach drei Jahren in Kitzbühel fand der KitzSummit 2026 erstmals in Wien statt. Rund 200 Führungspersönlichkeiten und Expert:innen kamen am 10. und 11. September zusammen, um unter dem Generalthema „Suche nach Zuversicht“ über Europas politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Handlungsspielräume zu diskutieren. Der Auftakt im Kunsthistorischen Museum Wien und der Konferenztag im Park Hyatt Vienna boten dafür zwei unterschiedliche Rahmen: kulturelle Begegnung am Vorabend, konzentrierte Diskussionen und ein voll besetzter Saal am folgenden Tag.

Initiiert wurde der KitzSummit von Gabi Spiegelfeld. Gemeinsam mit Projektleiter Michael Kienmayer brachte sie das Format 2026 erstmals in die Bundeshauptstadt. Der Grundgedanke blieb dabei derselbe: Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammenzubringen und zentrale Zukunftsfragen zur Diskussion zu stellen. Gerade der Wechsel zwischen Bühne, Publikum und persönlichen Gesprächen gab dem Format dabei den Charakter eines Dialogforums und nicht nur einer klassischen Konferenz.

Europas Rolle in einer neuen Weltordnung bildete einen der zentralen Schwerpunkte des KitzSummit 2026.
Europas Rolle in einer neuen Weltordnung bildete einen der zentralen Schwerpunkte des KitzSummit 2026. Beigestellt

Der geopolitische Schwerpunkt spannte dafür einen breiten Bogen. Sebastian Kurz, Ivan Krastev, Cathryn Clüver Ashbrook und Brendan Simms näherten sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage, welche Rolle Europa in einer neuen Weltordnung spielen kann. Im Zentrum standen Europas Position zwischen den globalen Machtzentren, strategische Autonomie sowie die Fähigkeit, eigene politische, wirtschaftliche und technologische Interessen zu definieren.

Eine besonders persönliche Dimension erhielt die „Suche nach Zuversicht“ durch Maria Kalesnikava. Die belarussische Demokratieaktivistin verbrachte mehr als fünf Jahre als politische Gefangene in Haft und setzt sich weiterhin für Demokratie und Dialog ein.

Maria Kalesnikava steht sinnbildlich für Mut und Zuversicht – trotz mehr als fünf Jahren als politische Gefangene.
Maria Kalesnikava steht sinnbildlich für Mut und Zuversicht – trotz mehr als fünf Jahren als politische Gefangene. Beigestellt

Europas Stärke

Wolfgang Schüssel brachte die Verbindung zum Generalthema auf den Punkt: „Wir alle sind auf der Suche nach Zuversicht.“ Für Schüssel steht Kalesnikava sinnbildlich für Mut und Zuversicht. Dass sie trotz jahrelanger Haft und einschneidender Erfahrungen an ihren Überzeugungen festhielt und ihre Zuversicht bewahrte, machte sie zu einem eindrücklichen Beispiel dafür, was Zuversicht selbst unter schwierigsten Umständen bedeuten kann.

Gemeinsam mit Wolfgang Schüssel, Brendan Simms und Joseph de Weck diskutierte Kalesnikava anschließend unter der Gesprächsführung von Clemens Mayr-Harting über Europas Rolle in der neuen Weltordnung. Gerade die Verbindung dieser Perspektiven zeigte, wie vielschichtig Europas Herausforderung ist: Neben Einfluss nach außen geht es ebenso um demokratische Stabilität, wirtschaftliche Stärke und die Fähigkeit, gemeinsame Interessen zu formulieren.

KitzSummit 2026 – „Suche nach Zuversicht“

10.–11. September 2026 | Wien

Kunsthistorisches Museum Wien & Park Hyatt Vienna

kitzsummit.com

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